PROJEKT LOOKBOOK
-Musiktheater-
Dido And Aeneas
– First Witch –





Inhalt
Spieldauer ca. 3 Stunden (inklusive Pause)
Hohe Wellen schlägt Aeneas’ Ankunft am Hofe von Dido. Denn der trojanische Seefahrer lässt das Herz der Königin von Karthago höherschlagen – und auch Aeneas erwidert ihre Liebe. Der Traum des ewigen Glücks erweist sich jedoch als schwindende Illusion, nachdem eine böse Zauberin ins Geschehen eingreift… Henry Purcells innige wie ergreifende Erzählung der griechischen Mythologie hat als eines der bewegendsten Lamenti der Musiktheatergeschichte im Jahr 1689 Anker geworfen.
Besetzung
Dido Anna Harvey
Aeneas Jake Muffett
Belinda Sylvia Hamvasi
Second Woman Romana Noack
Sorceress Morenike Fadayomi
First Witch Elisabeth Freyhoff
Second Witch Annabel Kennedy/
Maria Polańska
Sailor Henry Ross
Spirit Charlotte Langner
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Orchester Duisburger Philharmoniker
Komponist Henry Purcell
Musikalische Leitung Killian Farrell/Sebastian Ludwig
Regie Julia Langeder
Bühne und Video Natalie Krautkrämer
Kostüm Lena Scheerer
Licht Thomas Diek
Dramaturgie Juliane Schunke
Premiere
07.02.2025
„Am passendsten und vertrautesten mit barockem Repertoire wirkten die beiden sehr klaren und beweglichen Hexen (Elisabeth Freyhoff und Annabel Kennedy) sowie der etwas flapsig dargestellte, aber gesanglich durchaus heroisch wirkende Aeneas von Jake Muffett.“
Dr. Hartmut Hein // Klassik.com
„Außerordentlich positiv fallen an diesem Abend aber die meisten Besetzungen auf, unter anderem auch die beiden Hexen (Elisabeth Freyhoff und Annabel Kennedy) sowie Henry Ross als Seemann.“
Guido Krawinkel // Oper!
„Anna Harvey überzeugt mit ihrem schönen Mezzosopran ebenso wie der Bariton Jake Muffett, und auch die weiteren Rollen sind mit SylviaHamvasi(Belinda), Morenike Fadayomi (Zauberin), Romana Noack (Zweite Frau), Elisabeth Freyhoff (Erste Hexe) und Annabel Kennedy (Zweite Hexe) stimmig besetzt.“
Markus Lamers // Der Opernfreund
Der Kreidekreis
– Ein Mädchen –



Inhalt
Spieldauer ca. 3 Stunden (inklusive Pause)
Ein Kreidekreis, in der Mitte ein Kind. An jedem Kinderarm zieht eine Frau, die behauptet, die Mutter zu sein. „Die rechte Mutter wird die rechte Kraft besitzen“, sagt Prinz Pao – es wird die sein, die ihr Kind loslässt, um es nicht zu zerreißen. Bis Haitang ihr Kind wieder in die Arme schließen kann, hat sie eine Odyssee des Unrechts hinter sich. Verlassen, verkauft, misshandelt, verleumdet und wegen Mordes verurteilt, grenzt es an ein Wunder, dass die Gerechtigkeit hier unerwartet starke Fürsprache erhält.
1925 wurde das Schauspiel „Der Kreidekreis“ von Klabund nach einem chinesischen Singspiel aus dem 14. Jahrhundert uraufgeführt, in dem ein Mensch gnadenlos der Willkür der Macht ausgesetzt ist. 1933 feierte Alexander Zemlinskys Oper Premiere – in Zürich, nachdem er als jüdischer Komponist aus Berlin flüchten musste. „Der Kreidekreis“ ist eine faszinierende Mischung aus Märchen, Sozialdrama und Karikatur, ebenso schillernd die Musik zwischen Spätromantik à la Strauss und Mahler, Jazzklängen, fernöstlichen Gongschlägen und Kabarettszenen, die an Kurt Weill erinnern. Es wird gesprochen, gesungen und gespielt – in Szene gesetzt wird die Partitur von dem preisgekrönten Regisseur David Bösch, der in Schauspiel und Oper gleichermaßen zuhause ist.
Besetzung
Tschang-Haitang Lavinia Dames/
Pauliina Linnosaari
Frau Tschang Katarzyna Kuncio
Tschang-Ling Richard Šveda
Tong Cornel Frey
Prinz Pao Matthias Koziorowski
Mandarin Ma Joachim Goltz
Yü-Pei Sarah Ferede
Tschao Jorge Espino
Tschu-Tschu Werner Wölbern
Hebamme Romana Noack
Ein Mädchen Elisabeth Freyhoff
1. Kuli Sander de Jong
2. Kuli Henry Ross
Soldat Dashuai Jiao
Orchester Düsseldorfer Symphoniker
Komponist Alexander Zemlinsky
Musikalische Leitung Hendrik Vestmann
Regie David Bösch
Bühne und Video Patrick Bannwart
Kostüm Falko Herold
Licht Volker Weinhart
Dramaturgie Anna Melcher
Premiere
01.12.2024
„Wenn das mit Engelflügelchen dekorierte Mädchen im Käfig des Teehauses – nichts anderes als ein beschönigtes Freudenetablissement – ihr Lied „Allen Männern zu gefallen bin in Taumel ich und Tand“ singt, wird die zart strahlende Stimme von Elisabeth Freyhoff von einem Banjo begleitet.“
Werner Häußner // Online Merker
„Romana Noack leuchtet in ihrem kurzen Auftritt als Hebamme ihre Gesangslinien nuanciert aus und Opernstudiomitglied Elisabeth Freyhoff eröffnet den Abend mit einem herzergreifend gesungenen Lied, nachdem sie Kuppler Tong (Cornel Frey, gewandet wie eine schwarze Königin der Nacht) aus ihrem Käfig geholt hat.“
Christoph Becher // Neue Musikzeitung
„Elisabeth Freyhoff eröffnet als namenloses Mädchen in Tongs „Teehaus“ den Abend mit gehaltvollem lyrischen Sopran sehr verheißungsvoll, Sander de Jong und Henry Ross als Kulis und Dashuai Jiao als Soldat komplettieren das Ensemble.“
Fabian Stallknecht // Fabius‘ Kulturschockblog
La finta Giardiniera
– Serpetta –





Inhalt
Spieldauer ca. 2 Stunden 40 Minuten (inklusive Pause)
Sieben Liebende werden in drei Akten durch sämtliche Höhen und Tiefen ihrer Leidenschaften geschickt, bis sich am Ende drei Paare finden und eine Figur das Nachsehen hat … Im Mittelpunkt der amourösen Verwicklungen in Mozarts La finta giardiniera (Die Gärtnerin aus Liebe) steht Gräfin Violante Onesti, die ihren ehemaligen Geliebten zurückerobern will und sich zu diesem Zweck als Gärtnerin Sandrina ausgibt. Doch so wild wie die Pflanzen im Garten ihres Arbeitgebers wuchern alsbald auch ihre Gefühle. Wer verstellt sich, und wer meint es ernst? Kein Wunder, dass alle Protagonist*innen irgendwann glauben, den Verstand zu verlieren! Maskenspiel und wildes Treiben stellten auch den äußeren Anlass der Komposition dar, denn Mozart schrieb La finta giardiniera 1775 für den Münchner Karneval. Der damals 18-jährige Komponist setzte sich hier erstmals mit einem Thema auseinander, das ihn in seinem weiteren Schaffen ständig begleiten sollte: Auch die innigsten Treueschwüre und die aufrichtigsten Eheversprechen vermögen nichts gegen die Macht des Eros. Meisterhaft verschränkt er tragische und buffoneske Szenen miteinander und schreibt mit dieser Oper seine erste aufklärende „Schule der Liebenden“.
Besetzung
Don Anchise, Podestà Paul Schweinester
Violante (Sandrina) Carina Schmieger
Contino Belfiore Adrian Autard
Arminda Michaella Cipriani
Cavaliere Ramiro Valerie Eickhoff
Serpetta Elisabeth Freyhoff
Nardo (Roberto) Anton Beliaev
Orchester La Folia Barockorchester
Komponist Wolfgang Amadeus Mozart
Musikalische Leitung Clemens Flick
Regie Anika Rutkofsky
Bühne und Kostüm Adrian Stapf
Licht Franz Tscheck
Dramaturgie Bettina Bartz
Premiere
01.12.2023
„Eine echte Entdeckung des Abends war die besonders kecke Serpetta, gesungen von der Sopranistin Elisabeth Freyhoff. In jeder Situation war Freyhoff besonders engagiert und lebhaft, mit einer hellen Sopranstimme, die ideal für die Koloraturen und die Gerissenheit und Klugheit dieser Kammerzofe geeignet ist, die ihren sozialen Rang durch die Heirat mit ihrem Arbeitgeber, dem Podestà, erhöhen möchte.“
Dr. Daniel Floyd // Das Opernmagazin
„Besondere Erwähnung verdienen die Hauptdarsteller, darunter Paul Schweinester, Carina Schmieger, Adrian Autard, Michaella Cipriani, Valerie Eickhoff, Elisabeth Freyhoff und Anton Beliaev, deren emotionale Bandbreite und technische Präzision die Inszenierung auf ein selten erlebtes Niveau von Operngröße hievten.“
Nadejda Komendantova // European News Agency
(Übersetzt aus dem Englischen)
4.48 Psychose
– Gwen –





Inhalt
Spieldauer ca. 1 Stunde 30 Minuten (ohne Pause)
Schlaflos um 4.48 Uhr – eine Stunde und zwölf Minuten zwischen zwei Medikamentendosen beginnen, in denen der Kopf am klarsten und gefährlichsten arbeitet: „Mein Verstand sagt, er will sterben.“ Die Kammeroper 4.48 Psychose von Phillip Venables führt in eine Innenwelt voll psychotischer Zustände. Sie basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück der Dramatikerin Sarah Kane, das im Jahr 2000 kurz nach ihrem Selbstmord zur Deutschen Erstaufführung kam. In 24 Tableaus werden verschiedene Aspekte einer Gefühlswelt dargestellt – von Angst, Taubheit und Minderwertigkeit bis hin zu Sanftheit und Humor. Die Grenzen zwischen Krankheit und Gesundheit lösen sich auf. Nach der deutschen Uraufführung 2019 in Dresden nimmt sich der Masterstudiengang Musiktheater/Operngesang des gesellschaftlich immer noch stigmatisierten Themas an.
Sarah Kane behandelt in ihrem Werk umfangreich diverse psychische Erkrankungen und deren Auswirkungen. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 655 3000 erhalten Menschen in seelischen Krisen, Mitbetroffene und Angehörige rund um die Uhr Beratung und Unterstützung.
Besetzung
Gwen Elisabeth Freyhoff
Jen Harpa Ósk Björnsdóttir
Suzy Katya Semenisty
Clare Tamara Obermayr
Emily Julia Pfänder
Lucy Laura Mayer
Orchester der/gelbe/klang
Komponist Philip Venables
Musikalische Leitung Maria Fitzgerald
Regie Balázs Kovalik
Bühne & Kostüm Sebastian Ellrich
Licht Georg Boeshenz
Ton Christian Späth, Ememkut Zaotschnyi
Dramaturgie Zoë Köppen
Premiere
01.12.2023
„Sechs Frauen (Elisabeth Freyhoff, Laura Mayer, Tamara Obermayr, Harpa Ósk Björnsdóttir, Julia Pfänder, Katya Semenisty) singen und spielen bewundernswert intensiv die verschiedenen Aggregatzustände einer Seele, die mit sich selber im Clinch liegt.“
Klaus Kalchschmid // Süddeutsche Zeitung
„Und so lässt sich auch die beachtliche Leistung, die Elisabeth Freyhoff, Laura Mayer, Tamara Obermayr, Harpa Ósk Björnsdóttir, Julia Pfänder und Katya Semenisty hier abliefern, kaum einzeln betrachten. Jede von ihnen bekommt zwar ihren Moment im Rampenlicht, aber die größte Intensität erreicht der Abend immer dann, wenn sich die Stimmen virtuos miteinander vereinen: Wenn das Sextett in perfektem Einklang Kanes erschütternde Texte rezitiert, die Gedanken der anderen weiterführt oder sich miteinander raufende Fraktionen bilden.“
Tobias Hell // Münchner Merkur
Juditha Triumphans
– Juditha –





Inhalt
Spieldauer ca. 1 Stunde 20 Minuten (ohne Pause)
„Als Botin des Friedens komme ich, nicht des Zorns.“
Juditha ist eine Ikone des weiblichen Widerstandes: Die tiefgläubige Witwe nutzt die Kunst der Verführung im Kampf gegen den barbarischen Unterdrücker Holofernes und schlägt ihm den Kopf ab. Antonio Vivaldis einzig erhaltenes Oratorium von 1716 hat das apokryphe Buch Judit in lateinischer Sprache zur Vorlage. Im Akademietheater kommt das als „geistlich-militärisch“ betitelte Werk mit dem ersten Jahrgang des Masterstudiengangs Musiktheater/ Operngesang zur Aufführung.
Besetzung
Juditha
Elisabeth Freyhoff
Haozhou Hu
Tamara Obermayr
Holofernes Laura Mayer
Vagaus Harpa Ósk Björnsdóttir
Abra Katya Semenisty
Orchester Accademia di Monaco
Komponist Antonio Vivaldi
Musikalische Leitung Joachim Tschiedel
Regie Alexander Nerlich
Bühne & Kostüm Thea Hoffmann-Axthelm
Licht Georg Boeshenz
Dramaturgie Zoë Köppen
Premiere
01.12.2023
„Aber auch die Sopranistin Elisabeth Freyhoff und die Mezzosopranistin Tamara Obermayr gestalten die fragilen und die sinnlichen Aspekte von Judiths Charakter mit großer Eindringlichkeit.“
Fabian Stallknecht // Fabius‘ Kulturschockblog
„Elisabeth Freyhoff, Haozhou Hu und Tamara Obermayr teilen sich hingebungsvoll in die biblische Judith, lassen sich ruppig über die Bühne schleudern und singen salbungsvoll dazu.“
Uwe Mitsching // Bayerische Staatszeitung
Achill unter den Mädchen
– 2. Mädchen –





Inhalt
Spieldauer ca. 1 Stunde 30 Minuten (ohne Pause)
Achill wächst, als Mädchen verkleidet, friedlich und abgeschottet auf der Insel Skyros auf. Doch seine Liebe zu Deidamia, das erwachende Bewusstsein für die eigene geschlechtliche Identität und der drohende Kriegsausbruch gefährden die Idylle. Und dann taucht auch noch Odysseus auf …
Wolfgang-Andreas Schultz und Hanns-Josef Ortheil thematisieren in ihrer Bearbeitung der Kindheitsepisode des mythologischen Achills die Verzahnung von Erziehungsmustern, Gender und Rollenbildern und werfen die Frage auf: Wie hängen stereotype „Männlichkeit“ und Krieg zusammen?
Besetzung
Lycomedes Manuel Winckhler
Deidamia Klara Brockhaus
Nerea Henrike Legner
Achill Elmar Hauser
Odysseus Isaac Tolley
1. Mädchen Katya Semenisty
2. Mädchen Elisabeth Freyhoff
3. Mädchen Harpa Ósk Björnsdottir
Orchester Münchner Rundfunkorchester
Komponist Wolfgang-Andreas Schultz
Musikalische Leitung Olivier Tardy
Regie Franziska Severin
Bühne & Kostüm Jürgen Franz Kirner
Licht Georg Boeshenz
Ton Ememkut Zaotschnyi
Dramaturgie Clara Bender
Premiere
17.03.2023
FIGAROS HOCHZEIT
– Susanna –





Inhalt
Spieldauer ca. 2 Stunden 40 Minuten (inklusive Pause)
Es ist der Tag der Hochzeit von Figaro und Susanna, an dem das Geschehen sich zuspitzt. Denn schon lange hat der Graf, reich, mächtig und auch in Liebesdingen erfolgsverwöhnt, ein Auge auf Susanna geworfen: Noch vor ihrer Eheschließung mit Figaro soll Susanna ihn erhören. Doch seine Rechnung ist vorschnell gemacht. Zu listig agieren der temperamentvolle Figaro und die nicht nur hübsche, sondern auch bestechend kluge Susanna.
Letztendlich schlagen sich alle auf die Seite des sympathischen Paares, selbst die vom Grafen vernachlässigte und gedemütigte Gräfin, die sich die Zärtlichkeit ihres Mannes sehnlichst zurückwünscht. Und auch der Zufall, ohne den keine Komödie überleben kann, erteilt dem Grafen die finale Lehre, dass es im Leben kein Naturrecht auf eingebildete Ansprüche gibt.
Die Kammeroper München präsentiert diese erotische Opernkomödie über das menschliche Scheitern mit der vollkommenen Musik von W. A. Mozart in einer rasanten zweistündigen Fassung und in deutscher Sprache. Unserem Publikum wird also alles offenbar…
Inszenierung
Die Kammeroper München wagt sich im Sommer 2022 wiederholt an eine der drei großen Da Ponte-Opern von Mozart: „Le Nozze di Figaro“. Sie wird gerne als die brillanteste des gesamten Repertoires beschrieben. Politisch wollte Mozart nie sein, deutet es hier nur an in dem Konflikt zwischen Adel und Volk. Vielmehr war er an den Seelentiefen seiner Protagonisten interessiert, die er musikalisch vollendet ausleuchtet. Die Handlung ist humorvoll und bleibt in allen 4 Akten überraschend, schafft immer wieder unerwartete Wendungen. Die Kammeroper kürzt die Spieldauer auf ca. 2 Stunden und 15 Minuten und wird mit jungen NachwuchssängerInnen – ausgewählt aus dem Pool aller deutschsprachigen Musikhochschulen – die Rollen besetzen. Eine eigene Fassung aus Bläserquintett, Streichquintett mit Gitarre und Hammerklavier wird für das Orchester der Kammeroper arrangiert, um die jungen Stimmen besonders zu unterstützen und ebenfalls für Durchsichtigkeit zu sorgen. Durch das Hammerklavier wird das Orchester perkussiv verstärkt und gleichzeitig auch das Klangvolumen der Streicher erhöht. Um eine durchgehende Textverständlichkeit zu erreichen, wird eine eigene deutsche Übersetzung verwendet.
Besetzung
Figaro Linus Mödl/Jakob Schad
Susanna Elisabeth Freyhoff/Marie Maidowski
Graf Almaviva Jonas Müller/Gerrit Illenberger
Gräfin Almaviva Johanna Beier/Laura Albert
Cherubino Tabea Mitterbauer/Nadine Süssenbach
Barbarina Veronika Seghers
Marcellina Nina Schumertl
Bartolo Gabriel Fortunas
Basilio Robin Neck
Orchester Orchester der Kammeroper München
Komponist Wolfgang Amadeus Mozart
Fassung und Arrangement Alexander Krampe
Musikalische Leitung Johanna Soller
Regie Maximilian Berling
Bühne Claudia Weinhart
Kostüm Uschi Haug
Licht Wolfgang Förster
Premiere
25.08.2022
„Und dann ist da noch Elisabeth Freyhoff, die als Susanna verständlich macht, warum jeder diese Frau will: bezaubernd, witzig, stimmgewaltig – kann man von einer „Nozze“ mit ihr nur träumen.“
Anna Schürmer // Münchner Merkur
„Johanna Beier (Gräfin): anrührende Kraft. Elisabeth Freyhoff (Susanna): hymnisches Timbre. Die Duett-Rezitative der beiden sind ein klangliches Wunder.“
Egbert Tholl // Süddeutsche Zeitung
S P U R E N






Inhalt & Inszenierung
Spieldauer ca. 45 Minuten (ohne Pause)
Die Uraufführung von „Spuren“ befragt das der Münchener Biennale 2022 zugrundeliegende Thema von „Good Friends“ in den Kellerräumen der Hochschule für Musik und Theater in der Arcisstrasse 12 auf seine Vieldeutigkeit und Ambivalenz. Ein verwinkeltes Wegesystem führt durch Maschinenräume und dekadente Versorgungskeller des ehemaligen „Führerbaus“. Ursprünglich zum Schutz für Menschen gebaut, wurde der Luftschutzbunker in der Zeit des Nationalsozialismus als Lagerraum für hunderte Kunstwerke für den „Sonderauftrag Linz“ umfunktioniert.
In einer musiktheatralen Führung folgt die Uraufführung markanten Pfaden, die auf die Vergangenheit schließen lassen, und legt neue Fährten, deren Stabilität permanent von Verzweigungen, Sackgassen und Richtungsänderungen unterwandert wird. Im Labyrinth entlarvt sich die vermeintlich helfende und schutzbietende, freundschaftliche Geste eines Systems, das den Menschen Zugehörigkeit, Wohlstand und Aufstieg verspricht, als perfider Schachzug eines grausamen, menschenverachtenden Regimes.
Besetzung
Sängerinnen
Laure Cazin
Elisabeth Freyhoff
Viktoria Matt
Alisa Milosevic
Julia Pfänder
Statistinnen
Alexandra Paal
Sophie Gigou
Komposition & Libretto Polina Korobkova
Regie Waltraud Lehner & Paulina Platzer
Uraufführung
12.05.2022
HISTORIA DI JEPHTE
– Filia –





Inhalt
Spieldauer ca. 25 Minuten (ohne Pause)
In Jephte geht es nicht nur um das tragische Gelöbnis sondern auch um den selbstlosen Gehorsam von Jephtes Tochter.
Carissimi führt eindrucksvoll den Reichtum des musikalischen Ausdrucks gleichzeitig mit höchst ökonomischen Mitteln vor Augen.
Selbst die Natur wird zum Träger des emotionalen Geschehens („Klagt ihr Hügel”).
Da die Aufführungen solcher Werke in Rom auf die Freitage in der Fastenzeit beschränkt waren, mussten sie auch ein entsprechendes Fastenthema behandeln, wie hier die Gehorsamkeit der Tochter.
Besetzung
Sprecherin Gabriele Fischer
Jephte Gerhard Hölzle
Filia Elisabeth Freyhoff
Historicus
Monika Abel-Lazar
Richard Eschlbeck
Nicholas Hariades
Konstanze Preuss
Bernhard Springler
Manuel Warwitz
Orchester Projektorchester der Inntaler Klangräume
Komponist Giacomo Carissimi
Musikalische Leitung, Inszenierung & Bühnenbild Andreas Legath
Vorstellung
17.09.2021
„[…] seiner Tochter, die von Elisabeth Freyhoff gesungen wird, mit großer und trotzdem mädchenhaft reiner Stimme, anrührend lamentierend und groß sich aufschwingend, damit unmittelbar berührend.“
Rainer W. Janka // OVB
DIE ZAUBERFLÖTE
– Pamina –





Inhalt & Inszenierung
Spieldauer ca. 2 Stunden 30 Minuten (inklusive Pause)
Die wohl bekannteste Oper der Welt ist dabei eine Verkettung abstruser Ereignisse. Tamino erhält in Mozarts »Zauberflöte« von der Königin der Nacht den Auftrag, ihre Tochter Pamina aus der Gefangenschaft Sarastros zu befreien. Schockverliebt in ein Bild, scheint er sich der Herausforderung in der Begleitung von Papageno anzunehmen. Doch wer beherrscht hier eigentlich wen? Wer behält die Fäden in der Hand und wer widersetzt sich der Machtmaschinerie? In unerwarteten Kippmomenten changieren Spiel und Grenzüberschreitung. Die Dualität von Gut und Böse gerät dabei ebenso ins Wanken wie Genderzuschreibungen und Beziehungshierarchien. In einer Gesellschaft, die von subtilen Machtgeflechten und Instabilität geprägt ist, gewinnt Mozarts »Zauberflöte« an neuer Aktualität.
Besetzung
Pamina Elisabeth Freyhoff/Laura Hemingway
Tamino Magnus Dietrich/Eric Price
Papageno Jonas Müller/Daniel Schmitt Di Prinzio
Die Königin der Nacht Bryndís Guðjónsdóttir/
Hanne Marit Mordal Iversen
Sarastro Christian Beutel/Manuel Winckhler
Monostatos Jonas Häusler/Jonas Salzer
Papagena Katja Maderer/Laura Richter
Orchester Hochschulsymphonieorchester der HMTM
Komponist Wolfgang Amadeus Mozart
Musikalische Leitung Marcus Bosch
Danyil Ilkiv, Viktor Jugović & Kuan-Ju Lin
Regie Waltraud Lehner & Paulina Platzer
Premiere
30.04.2021
LA FINTA GIARDINIERA
– Serpetta –





Inhalt & Inszenierung
Spieldauer 1. Teil ca. 1 Stunde; 2. Teil ca. 1 Stunde
Mitten in der Wüste findet ein Festival statt, das vielfältiger nicht sein könnte. Gefeiert wird das kollektive Loslösen von negativen Gedanken, Emotionen und Gewohnheiten. Es ist ein unwirklicher Ort zwischen Gestern und Morgen. Hier kommen sieben Protagonisten zusammen, alle miteinander verbunden in einem irrwitzigen Liebesreigen und dem gemeinsamen Ziel, Altes abzuschließen und Glück zu finden. Trotzdem holt die Vergangenheit Graf Belfiore kurz vor seiner Vermählung ein: Er soll seine frühere Geliebte im Streit umgebracht haben. Aber er ahnt nicht, dass ihm die Totgeglaubte – verkleidet als Sandrina – schon lang unerkannt folgt. Als sie seine Unschuld bezeugt, versinken die ohnehin schon verworrenen Liebesbeziehungen im totalen Chaos.
Die Musiktheater-im-Reaktor-Produktion greift in ihrer Inszenierung der »finta giardiniera« von W. A. Mozart – wie auch bei der Uraufführung zur Karnevalssaison 1775 in München – das Thema der Verkleidung auf. Ist ein Mensch mehr oder weniger er selbst, wenn er sich verkleidet? Wie viel Schein steckt in der Wirklichkeit? Und können wir überhaupt hinter die Masken schauen?
Besetzung
Don Anchise/Podestà Jonas Häusler
La Marchesa Violante/Sandrina Susanne Kapfer
Il Contino Belfiore Magnus Dietrich
Arminda Sol Lee
Il Cavalier Ramiro Franziska Bader
Serpetta Elisabeth Freyhoff/Laura Hemingway
Roberto/Nardo Jakob Schad/Daniel Schmitt Di Prinzio
Orchester Hochschulsymphonieorchester der HMTM
Komponist Wolfgang Amadeus Mozart
Musikalische Leitung Henri Bonamy & Norbert Groh
Regie Waltraud Lehner & Paulina Platzer
Premiere
30.10.2020
DIE HEIMLICHE EHE
– Karoline –





Inhalt
Spieldauer ca. 90 Minuten (ohne Pause)
Der Kaufmann Hieronymus wünscht sich zu seinem Lebensglück einen Adelstitel. Dafür hat ihm sein Gehilfe Paulchen den Grafen Robinson vermittelt, der bereit ist, für 100.000 Scudi Hieronymus älteste Tochter Lisbeth zu heiraten. Bei der Brautschau verliebt sich der Graf jedoch in Karoline, deren jüngere Schwester. Karoline weist ihn zurück, aber ihr Vater wird mit dem Grafen handelseinig und überlässt ihm die Jüngere für die Hälfte der Summe. Karoline verweigert die Heirat, aber als sich auch noch ihre Tante Paulchen zum Gatten wählen will, hilft nur noch ein Fluchtplan. Denn niemand weiß, dass Karoline und Paulchen eine heimliche Ehe führen.
Quelle: https://www.spsg.de/aktuelles/veranstaltung/il-matrimonio-segreto-die-heimliche-ehe/event/tid/9964/
Inszenierung
Im Auftrag von Kaiser Leopold II. schrieb Domenico Cimarosa 1791 diese komische Oper, die im Februar 1792 bei ihrer Uraufführung im kaiserlichen Hoftheater einen triumphalen Erfolg und ein in der Operngeschichte wohl beispielloses da Capo erlebte, nämlich das des kompletten Werkes!
Als einzige Oper Cimarosas hat sich Il matrimonio segreto dank ihrer Frische, ihrer Komik und Herzlichkeit bis heute auf den Spielplänen gehalten.
Eher geistreich als sachlich korrekt bemerkte im 19. Jahrhundert der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick: Die wahre heimliche Ehe habe zwischen Cimarosas Werk und Mozarts Le Nozze di Figaro (1786) stattgefunden, und ein Nachkomme sei inzwischen auch auf der Welt: Rossinis Barbier von Sevilla. Tatsächlich will die Heimliche Ehe aber weder mit der symphonisch–psychologischen Komplexität des Figaro konkurrieren noch der Virtuosität des Barbier den Weg bereiten. Sie behauptet sich zwischen beiden als besonders bezauberndes Exemplar der klassischen italienischen Oper mit ihrem unangefochtenen Primat des Gesanges. So machen der Gefühlsreichtum ihrer Arien und die wirkungsvollen Ensemblenummern die Heimliche Ehe zu einem Juwel, dessen intimer Glanz heute tatsächlich im Kammerspiel am schönsten zur Geltung kommt.
Besetzung
Erzählerin Christine Ostermayer
Lisbeth Guibee Yang
Paulchen Magnus Dietrich
Traudel Nadja Kaiserseder
Hieronymus Timo Hannig
Graf Robinson Jakob Schad
Karoline Elisabeth Freyhoff
Orchester Orchester der Kammeroper München
Komponist Domenico Cimarosa
Musikalische Leitung Johanna Soller
Fassung und Arrangement Alexander Krampe
Regie Dominik Wilgenbus
Bühne Hans Poll
Kostüm Uschi Haug
Licht Wolfgang Förster
Premiere
27.08.2020
„Seine Töchter Elisetta und Carolina verwandeln sich in Lisbeth und Caroline, mit phantastischer Einfühlung und Kraft gesungen und gespielt von Guibee Yang und Elisabeth Freyhoff.“
Stephan Reimertz // Feuilletonscout
DAS GESPENST VON CANTERVILLE
– Stars Otis –





Inhalt
Spieldauer ca. 3 Stunden (inklusive Pause)
Auf Schloss Canterville spukt es seit Generationen. Doch niemand kann Hiram B. Otis davon abhalten, das alte Gemäuer zu kaufen. Als aufgeklärte Amerikaner glauben er und seine Familie nicht an sowas. Mit angstloser Respektlosigkeit treiben sie das alte Gespenst Simon von Canterville zur Verzweiflung.
Inszenierung
Mit der Erzählung vom altenglischen Schlossgespenst, über das die Schrecken der modernen Zeiten in Gestalt einer amerikanischen Familie hereinbrechen, entfesselte Oscar Wilde 1887 den wohl vergnüglichsten Spuk der Literaturgeschichte. Weder Film noch Musical ließen sich diese Vorlage entgehen, ebenso wenig die zeitgenössische Oper. Auf die naheliegendste Idee aber ist einmal mehr die Kammeroper München gekommen:
In der Bühnenfassung von Dominik Wilgenbus swingt die amerikanische Familie zur Musik von George Gershwin, während das 300 Jahre ältere Gespenst mit den Klängen von Henry Purcell und John Dowland betört.
Der Reiz der aufeinanderprallenden Zeiten & Kulturen wird so zum quasi authentischen akustischen Erlebnis. Vollends, wenn der untote Sir Simon als Countertenor sein Wesen treibt, kann Oper nicht geistsprühender sein…
Besetzung
Sir Simon de Canterville Thomas Lichtenecker/Nicholas Hariades
Virginia Otis Flore van Meerssche
Mrs. Umney Viola von der Burg
Cecil Duke of Cheshire Patrik Horňák
Mrs. Lucretia Otis Theresa Holzhauser
Mr. Hiram B. Otis Oliver Weidinger/Torsten Frisch
„Stars“ Otis Elisabeth Freyhoff
„Stripes“ Otis Jakob Schad
Orchester Orchester der Kammeroper München
Kompositionen George Gershwin, Henry Purcell, John Dowland…
Arrangement Alexander Krampe
Musikalische Leitung Johanna Soller
Regie & Libretto Dominik Wilgenbus
Bühne Peter Engel
Kostüm Uschi Haug
Licht Wolfgang Förster
Premiere
28.08.2019
„Das man am Ende völlig gerührt die wunderbaren Darsteller, Flore van Meerssche oder Elisabeth Freyhoff etwa, anstarrt wie ein kleines, ergreifendes Opernwunder.“
Egbert Tholl // Süddeutsche Zeitung
„[…] die Vertreter der Neuen Welt, ein sehr genießbares Ensemble, aus dem die junge Sopranistin Elisabeth Freyhoff und der höhenstarke Tenor Patrik Hornák herausragen […].“
Michael Bastian Weiß // Abendzeitung München
– Zu „Konzert“ –
